WM

Deutschland - Mexiko

Moskau, 17. Juni 2018

Was war das denn, bitte? Irgendwie fehlen einem die Worte in Anbetracht des desolaten Auftritts der deutschen Mannschaft gegen Mexiko. "Pomadig" nennt die Rheinische Post das, was man da zu sehen bekam, und diese Umschreibung trifft es sehr gut. Dass man mal einen schlechten Tag erwischt, kann passieren, aber davon konnte nicht die Rede sein. Vielmehr schienen die Herren, mal abgesehen von Manuel Neuer und dem leider erst spät eingewechselten Marco Reus, absolut keine Lust zu haben, auch nur ein bisschen über dem Niveau einer mittelmäßigen D-Jugend-Mannschaft Fußball zu spielen. Gerade in der Verteidigung, ehemals das Schmuckkästchen der Nationalmannschaft, lief so ziemlich gar nichts rund. Was allerdings niemanden davon abhielt, sogar im eigenen Sechzehner und in höchster Verteidigungsnot die Bälle im Kurzpassspiel hin und her zu schieben, anstatt die Pille mal beherzt auf die andere Seite des Stadions zu pöhlen, um zumindest mal kurzzeitig ein wenig Ruhe zu haben. Stattdessen dachte man wohl, dass das alles so klappt wie vor vier Jahren, als man tatsächlich mit dieser Masche den einen oder anderen gelungenen Angriff einleiten konnte. Damals hatte man allerdings auch ein funktionierendes Mittelfeld um Philipp Lahm und mit Miroslav Klose einen Knipser im Sturm.
Wenn man daran denkt, wie souverän die Deutschen durch die Qualifikation gesaust sind, muss die Frage gestellt und zügig beantwortet werden, wie es zu dieser indiskutablen Vorstellung kommen konnte. Ansonsten können die Herrschaften wohl nach dem nächsten Spiel am kommenden Samstag gegen Schweden schon mal anfangen, die Koffer für die Heimreise zu packen.

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